
Umweltlandesrat René Zumtobel macht in seiner Eröffnungsrede klar: Die Zeit, um nur zu reden, ist vorbei, jetzt zähle es vor allem ins Handeln zu kommen. “Auch wenn Politiker gerne reden – wichtig ist, was am Ende in der Praxis rauskommt.” Dafür müsse man auch aufhören, Klimaschutz gegen Naturschutz auszuspielen und stattdessen Kompromisse in den Vordergrund zu stellen. Dafür müsse man auch mehr finanzielle Mittel bereitstellen. “Wir müssen jetzt investieren, damit wir etwas gegen den Klimawandel tun können.”, so Zumtobel. Für ihn ist die Zugspitze der perfekte Ort für einen AlpenKlimaGipfel: “Vom Berg hat man einen guten Weitblick”.
Für Ralf Roth sind die Berge vor allem Erholungsraum. Der Deutsche leitet das Institut für Outdoorsport und Umweltforschung an der Sporthochschule Köln. Er betont, wie wichtig es ist, resilient – also widerstandsfähig und nachhaltig – Wege in eine sichere Zukunft in den Alpen einzuschlagen. Dafür solle man wertvolles Wissen von der lokalen Bergbevölkerung mit einbeziehen. “Die Tiroler Bergregionen haben eine lange Tradition mit Wandel umzugehen. Davon können wir lernen.”
Einer dieser Einheimischen ist Theo Zoller, Obmann der Tiroler Zugspitz Arena. Er freut sich, dass er zum dritten Mal den AlpenKlimaGipfel auf der Zugspitze eröffnen darf. Und auch wenn er selbst Touristiker ist, stellt der AlpenKlimaGipfel für ihn nicht nur ein touristisches Event dar: “Wir haben hier Studenten, Expertinnen und Experten aus der Wissenschaft und Wirtschaft, die sich hier austauschen.” Zoller hofft außerdem, dass leistbare nachhaltige Angebote wieder gefördert werden, wie etwa die Gratisfahrten für Gäste und Einheimische mit der Außerfernbahn, die es vor 50 Jahren gab.
Auch Martin Reiter, Geschäftsführer der Lebensraum Tirol Gruppe, sieht Handlungsbedarf beim Thema Klimawandel in den Alpen. “Das ist kein abstraktes Thema, sondern ein Systemproblem”. Dafür brauche es eine gemeinschaftliche Orientierung, um Lösungen vorzuschlagen. “Vernetzung ist keine Option mehr, sondern eine Voraussetzung für die Zukunft.”, sagt Reiter und schließt seine Ansprache mit einem Appell: “Wissen alleine wird nicht reichen, um die Zukunft zu verändern. Es braucht den Dreiklang aus Wissen, Wollen und Handeln, um Veränderung erzeugen zu können.”
Die Botschaften sind klar und zielen in eine ähnliche Richtung. Es braucht gemeinsame Lösungen, die schnellstmöglich in die Umsetzung kommen. Wie die genau aussehen können, das werden die Diskussionen beim AlpenKlimaGipfel zeigen.
Redaktion: Nico Knappe
Kategorie: Artikel
Datum: 23.6.2026
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